Personal
Fachkräfte finden
Vermittlungsangebote und konkrete Aktionen der HWK Münster unterstützen Sie bei der Suche nach Mitarbeitern.
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Passende Fach- und Führungskräfte oder Auszubildende zu finden, ist für Sie zu einer herausfordernden Aufgabe geworden.
Über verschiedene Vermittlungsangebote und konkrete Aktionen unterstützen wir Sie, die unterschiedlichen Zielgruppen für Ihren Betrieb zu erschließen.
Wählen Sie aus, welcher Weg für Sie der passende sein könnte.
Kontakt
Gisela Goos
- 0251 5203-207
- gisela.goos@hwk-muenster.de
Arbeitsvermittlung
Wir vermitteln gebührenfrei Arbeitskräfte für das Handwerk, die sich beruflich verändern bzw. nach einer Qualifizierung oder Arbeitslosigkeit neu orientieren wollen.
Das Angebot richtet sich an Handwerksbetriebe, die Mitarbeitende suchen und an Arbeitsuchende.
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Ausbildungsbotschafter
Betriebe können Auszubildende, die Freude an ihrem Beruf haben, als Botschafterinnen und -botschafter in Schulen einsetzen.
In dieser Funktion berichten sie vor einer Klasse über ihre Praxiserfahrungen, um sie für eine Ausbildung im Handwerk zu begeistern.
Ausbildungsvermittlung
Wir unterstützen Ausbildungsbetriebe bei der Suche nach geeigneten Lehrlingen durch das Erarbeiten von Anforderungsprofilen der Lehrstellen und die Ansprache geeigneter Bewerber.
In Schulveranstaltungen und in Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern akquirieren wir interessierte junge Menschen. In unserer Lehrstellen- und Praktikumsbörse können Sie Ihre freien Lehrstellen und Praktikumsplätze online einstellen.
Tagespraktika in Betrieben
Die vom Land Nordrhein-Westfalen eingeführten Berufsfelderkundungstage sollen Schülerinnen und Schülern im 8. Schuljahrgang in Form von Tagespraktika realistische Einblicke in die Arbeitswelt von Betrieben ermöglichen.
Einstiegsqualifizierung
Durch die betriebliche Einstiegsqualifizierung (EQ) haben Jugendliche bis zu einem Alter von 25 Jahren die Möglichkeit, bis zu einem Jahr einen Ausbildungsberuf in einem Unternehmen zu erproben.
Betriebe, die Jugendlichen eine Einstiegsqualifizierung anbieten, werden finanziell gefördert. Wir helfen Ihnen bei der Antragsstellung.
Geflüchtete
Wir vermitteln geflüchtete Menschen in Ausbildung und Arbeit. Handwerksbetriebe werden von uns bei der beruflichen Integration der Geflüchteten beraten und unterstützt.
Auch bei Fragen zum Aufenthaltsstatus und zur Arbeitserlaubnis helfen wir Ihnen.
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FIT for German Climate Businesses: Fachkräfte in Kolumbien und Usbekistan finden
Das Projekt wird vom Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) gemeinsam mit der Bundesagentur für Arbeit (BA) seit Anfang 2024 unter dem Titel: „Future International Talents für German Climate Businesses“ (FIT for German Climate Business) durchgeführt und durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz (BMWK) gefördert.
Als teilnehmender Betrieb haben Sie die Möglichkeit, Fachkräfte aus klimarelevanten Gewerken für Ihren Betrieb zu gewinnen und gleichzeitig bei der Erprobung des novellierten Fachkräfteeinwanderungsgesetzes mitzuwirken.
Welche Berufsgruppen werden mit dem Projekt angesprochen?
Die Fokusgruppen des Projektes in der ersten Projektphase sind Fachkräfte aus Kolumbien aus den Bereichen:
- Elektroniker für Energie- und Gebäudetechnik
- Metallbauer
- Maurer / Hochbaufacharbeiter
- Beton- und Stahlbetonbauer
- Ausbaufacharbeiter SP Zimmererarbeiten
- Straßenbauer
In der zweiten Projektphase kommen Fachkräfte aus Usbekistan hinzu, ebenso nachfolgende Berufsgruppen:
- Dachdecker
- Anlagenmechaniker SHK
Welcher zeitliche Ablauf ist für das Projekt vorgesehen?
Im Frühjahr 2025 startet die Rekrutierung von Fachkräften in Kolumbien und Usbekistan. Die ausgewählten Fachkräfte werden nach Vermittlung für ca. 12 Monate in ihrem Heimatland auf das Leben und Arbeiten in Deutschland vorbereitet. Die Ausreise nach Deutschland ist für den Zeitraum Februar bis April 2026 geplant
Welche Unterstützung erhalten teilnehmende Handwerksbetriebe?
Die Handwerkskammer Münster berät und unterstützt Handwerksbetriebe und Fachkräfte in jedem Schritt des Einwanderungs- und Integrationsprozesses
Sollten Sie an weiteren Informationen interessiert sein, nehmen Sie gerne Kontakt zu uns auf.
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Anerkennung internationaler Berufsqualifikationen
Die Handwerkskammer Münster steht Ihnen bei der Anerkennung von ausländischen Berufsqualifikationen gern zur Seite, und bietet Ihnen damit die Möglichkeit, Ihre beruflichen Fertigkeiten, Kenntnisse und Fähigkeiten überprüfen zu lassen, wenn sie im Kammerbezirk Münster wohnen, oder hier in einem Handwerksberuf arbeiten wollen.
Wenn Sie noch keinen Berufsabschluss haben, finden Sie die für Sie wichtigen Informationen unten im Bereich "Das berufliche Feststellungsverfahren (Validierungsverfahren)“.
Sie wohnen bereits in Deutschland und wollen für ein Handwerksunternehmen im Kammerbezirk Münster arbeiten? Oder Sie wohnen im Ausland und haben einen vorläufigen Arbeitsvertrag mit einem unserer Mitgliedsbetriebe?
Sie müssen einen Antrag auf Gleichwertigkeitsfeststellung stellen und folgende Unterlagen einreichen:
- Kopie des ID (Personalausweis, Reisepass …)
- Lebenslauf (tabellarische Aufstellung der absolvierten Aus- und Weiterbildungen und der Erwerbstätigkeit)
- Kopien der im Ausland erworbenen Ausbildungsnachweise (Abschlussdokumente/Diplome/Zeugnisse)
- Kopien von Nachweisen über relevante Berufserfahrung (qualifizierte Arbeitszeugnisse, Arbeitsbücher, Referenzschreiben)
- Kopien von sonstigen Befähigungsnachweisen (z. B. Zeugnisse über Weiterbildungen oder Umschulungen)
Zusätzliche Dokumente bei Anträgen, die außerhalb Europas gestellt werden:
- Erklärung zur Erwerbsabsicht in Deutschland (z. B. Antrag eines Einreisevisums zur Erwerbstätigkeit, vorläufiger Arbeitsvertrag mit Arbeitgeber, Geschäftskonzept bei selbstständiger Tätigkeit)
Hinweise:
- Bitte senden Sie KEINE Originale, außer Sie werden dazu aufgefordert!
- Beachten Sie, dass ausländische Dokumente mit deutscher Übersetzung vorgelegt werden müssen. Die Übersetzungen müssen durch einen Übersetzer erstellt werden, der in Deutschland oder im Ausland öffentlich bestellt oder beeidigt ist. Eine Übersicht über deutsche Übersetzer finden Sie hier: www.justiz-dolmetscher.de.
Während des Verfahrens prüfen wir, ob wesentliche Unterschiede zwischen Ihrer Berufsqualifikation und der aktuellen deutschen Berufsqualifikation bestehen. Sollten für den Vergleich keine ausreichenden Informationen zur Verfügung stehen, ist es möglich anhand einer Qualifikationsanalyse (z. B. in Form von Fachgesprächen oder Arbeitsproben) feststellen zu lassen, ob Sie über die notwendigen Kenntnisse und Fähigkeiten der aktuellen deutschen Referenzqualifikation verfügen.
- Am Ende des Verfahrens erhalten Sie einen Bescheid über dessen Ergebnis, um ihre Berufsqualifikation auf dem deutschen Arbeitsmarkt besser nutzen zu können. Ein Abschlusszeugnis der deutschen Referenzqualifikation wird nicht verliehen.
- Wenn Sie eine teilweise Gleichwertigkeit bescheinigt bekommen haben, können Sie die fehlenden Teile durch Ausgleichsmaßnahmen nachholen.
- Für die Durchführung des Verfahrens wird eine Gebühr im Rahmen von 100 bis 600 € erhoben. Die tatsächliche Höhe bestimmt sich nach dem Aufwand des Verfahrens. Die Kosten sind von Ihnen zu tragen, soweit dies nicht von einer anderen Stelle übernommen wird.
- Soweit neben dem Vergleich Ihrer Unterlagen eine Qualifikationsanalyse erforderlich ist, fallen für die Durchführung einer Qualifikationsanalyse weitere Kosten an. Die Höhe der Kosten werden Ihnen vor Durchführung der QA mitgeteilt.
- Es gibt Möglichkeiten zur finanziellen Förderung des Anerkennungsverfahren über den sog. „Anerkennungszuschuss“. Auch Qualifizierungen können unter bestimmten Voraussetzungen gefördert werden. Weitere Informationen erhalten Sie hier: Anerkennungszuschuss (anerkennung-in-deutschland.de)
Feststellung und Bescheinigung der individuellen beruflichen Handlungsfähigkeit am Maßstab eines anerkannten Ausbildungsberufs (§§ 41b. ff. HwO)
Menschen ohne Berufsabschluss in ihrem Tätigkeitsfeld haben es in der Arbeitswelt nicht immer leicht. Ihnen fehlt ein anerkannter Nachweis über ihr fachliches Knowhow und über das, was sie können. Beispielsweise wenn sie arbeitslos werden, kann dies ein handfestes Problem werden, denn auf dem Arbeitsmarkt werden sie leicht übersehen oder unterschätzt. Aber auch ein Arbeitgeberwechsel kann sich ohne Nachweis schwierig gestalten.
Mit dem Validierungsverfahren werden berufliche Kompetenzen, die unabhängig von einer formalen Berufsausbildung in einem anerkannten Ausbildungsberuf (Referenzberuf) erworben wurden, aber einer solchen vergleichbar sind, bewertet und bescheinigt.
Nach erfolgreichem Abschluss des Verfahrens wird die berufliche Handlungsfähigkeit bei vollständiger Vergleichbarkeit in einem Zeugnis oder bei überwiegender Vergleichbarkeit in einem Bescheid schriftlich bescheinigt.
Das hilft nicht nur der Einzelperson, sondern auch den Betrieben. Sie können damit die Fähigkeiten und das Können von Menschen ohne Berufsabschluss besser einschätzen. So können sie ihre Mitarbeitenden passgenauer einsetzen und zielgerichtet weiterqualifizieren.
Für die Betriebe kann das Verfahren somit zu einem Baustein in einer Gesamtstrategie zur Fachkräftesicherung und Mitarbeiterbindung werden.
Teilnehmen können Personen, die
- mindestens 25 Jahre alt sind,
- das 1,5-fache der regulären Ausbildungszeit als Berufserfahrung nachweisen können,
- ihren Wohnsitz in Deutschland haben oder die Hälfte der nötigen Berufserfahrung in Deutschland erworben haben,
- im Referenzberuf keinen deutschen Berufsabschluss oder keinen anerkannten ausländischen Abschluss haben sowie
- nicht in einem Berufsausbildungsverhältnis im Referenzberuf stehen.
Da das gesamte Verfahren auf Deutsch durchgeführt wird, sind ausreichende Sprachkenntnisse nötig.
Das Validierungsverfahren ist eine hoheitliche, gebührenpflichtige Leistung der Handwerkskammer Münster. Die Gebühren legt die Handwerkskammer Münster in ihren Gebührenordnungen fest.
Die Gebühren werden für die Zulassung zum Validierungsverfahren und für die Bewertung der beruflichen Handlungsfähigkeit getrennt erhoben:
- Gebühr für die Zulassung zum Verfahren
- Gebühr für die Bewertung der beruflichen Handlungsfähigkeit
- Materialkosten fallen ggf. extra an.
Die Kammer informiert Sie gerne zu den Gebühren in Ihrem Verfahren.
Das Verfahren richtet sich an Erwachsene
- mit mehrjähriger Berufserfahrung,
- ohne Berufsabschluss im ausgeübten Beruf,
- mit Interesse an einem Nachweis über ihre Kompetenzen,
- für die eine Externenprüfung (noch) nicht in Frage kommt.
Der Referenzberuf ist der duale Ausbildungsberuf, in dem die berufliche Handlungskompetenz festgestellt werden soll.
Um an einem Validierungsverfahren teilzunehmen, ist mindestens das 1,5–fache der regulären Ausbildungszeit des Referenzberufs als einschlägige Berufserfahrung nötig. Diese muss den überwiegenden Teil des Berufsbildes abdecken.
Beispiel: Die Ausbildung im Beruf Fachlagerist/-in dauert zwei Jahre. Für eine Bewertung in diesem Beruf müssen mindestens drei Jahre relevante Berufserfahrung nachgewiesen werden.
Beispiel: Die Ausbildung im Beruf Friseur/-in dauert drei Jahre. Für eine Bewertung in diesem Beruf müssen mindestens viereinhalb Jahre relevante Berufserfahrung nachgewiesen werden.
Das Verfahren erfolgt in vier Schritten.
- Information und Beratung
Die interessierte Person erhält erste Informationen zum Verfahren und zu den Dokumenten, die für die Antragsstellung benötigt werden. Außerdem kann der passende Referenzberuf identifiziert werden. Der Referenzberuf ist ein dualer Ausbildungsberuf. - Antragsstellung
Die interessierte Person dokumentiert die beruflichen Fähigkeiten entlang des eigenen Lebenslaufs. Für die Antragsstellung werden die Angaben durch Arbeitszeugnisse, Arbeitsnachweise oder Zertifikate belegt. Die zuständige Stelle prüft den eingereichten Antrag und wertet die eingereichten Dokumente und Nachweise aus.
- Bewertung
Ein Feststellungstandem, das aus zwei Prüfer/-innen besteht, stellt insbesondere mit praktischen und mündlichen Aufgaben die berufliche Handlungsfähigkeit im Gesamten oder in überwiegenden Teilen des Berufsbildes fest. - Ergebnismitteilung
Abhängig vom Ergebnis des Verfahrens stellt die Kammer ein Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit im Referenzberuf oder einen Bescheid über die überwiegende Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit im Referenzberuf aus.
Kann keine ausreichende berufliche Handlungsfähigkeit festgestellt werden, wird der Antrag abgelehnt.
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- Kopie eines Identitätsnachweises (z. B. Personalausweis, Reisepass)
- Kopie eines Wohnsitznachweises (z. B. Personalausweis, Aufenthaltstitel)
- Angaben zur Berufserfahrung im Referenzberuf (z. B. aktueller Lebenslauf)
- Nachweise über den Erwerb der beruflichen Handlungsfähigkeit (z. B. Arbeitszeugnisse, Weiterbildungen, Schulungen)
- ggf. Antrag auf Nachteilsausgleich
- Nachweise, die in einer anderen Sprache als in Deutsch ausgestellt sind, müssen in der Regel mit einer Übersetzung eingereicht werden.
Das Validierungsverfahren endet mit einem Zeugnis oder Bescheid. Folgende Ergebnisse sind möglich:
- Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit
- Bescheid über die überwiegende Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit
- Bescheid über die Ablehnung des Antrags, wenn keine überwiegende Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit festgestellt werden kann
- Für Menschen mit Behinderung, für die auf Grund von Art und Schwere der Behinderung die Feststellung der überwiegenden oder vollständigen, für die Ausübung des Referenzberufs erforderlichen beruflichen Handlungsfähigkeit nicht möglich ist:
Bescheid über die teilweise Vergleichbarkeit ihrer beruflichen Handlungsfähigkeit (siehe FAQ “Gibt es besondere Bestimmungen für Menschen mit Behinderung?”)
Hinweis:
Es wird kein Berufsabschluss vergeben. Diesen erhält nur, wer eine deutsche Gesellenprüfung erfolgreich ablegt.
- Anspruch auf Zulassung zur Gesellenprüfung bzw. Abschlussprüfung (sog. Externenprüfung)
- Anspruch auf Zulassung zur Prüfung der ersten und zweiten Fortbildungsstufe (z.B. geprüfter/geprüfte Berufsspezialist/-in, Bachelor Professional) (ggf. weitere Zulassungskriterien beachten)
- Ausbildungsberechtigung: Mit einem Zeugnis über die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit liegt die fachliche Eignung als Ausbilderin oder Ausbilder für zulassungsfreie Handwerksberufe vor. Die berufs- und arbeitspädagogische Eignung muss zusätzlich nachgewiesen werden (AEVO-Prüfung, Teil IV der Meisterprüfung), um ausbilden zu dürfen.
- Zum Zugang zur Meisterprüfung bzw. der fachlichen Eignung als Ausbilderin oder Ausbilder in einem zulassungspflichtigen Handwerk berät Sie Ihre Kammer.
Hinweis: Auch ohne ein Zeugnis, das die vollständige Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit bescheinigt, besteht die Möglichkeit unter bestimmten Voraussetzungen zur Externenprüfung bzw. zur Prüfung der ersten und zweiten Fortbildungsstufe zugelassen zu werden.
Auch die fachliche Eignung als Ausbilderin oder Ausbilder kann unter bestimmten Voraussetzungen von der Kammer widerruflich zuerkannt werden.
Lassen Sie sich diesbezüglich von Ihrer Kammer vorab beraten.
Bei Erhalt eines Bescheides über die überwiegende Vergleichbarkeit, kann binnen fünf Jahren ein Antrag auf ein Ergänzungsverfahren gestellt werden. Dieses hat das Ziel, die vollständige Vergleichbarkeit zu erreichen.
Das Ergänzungsverfahren richtet sich auf die Feststellung der vollständigen Vergleichbarkeit der beruflichen Kompetenzen. Ein Antrag auf ein Ergänzungsverfahren kann nur einmal gestellt werden.
Im Bescheid über die überwiegende Vergleichbarkeit ist differenziert aufgeführt, für welche Bereiche die berufliche Handlungsfähigkeit besteht und für welche Bereiche sie nicht besteht. Im Ergänzungsverfahren werden nur die Bereiche bewertet, für die zuvor keine Handlungsfähigkeit festgestellt wurde.
Bei einem ablehnenden Bescheid kann nach einer Frist von 12 Monaten erneut ein Antrag zum Zwecke der Wiederholung gestellt werden. Dafür muss glaubhaft gemacht werden, dass neue oder zusätzliche berufliche Handlungsfähigkeit erworben wurde.
Die Handwerkskammer Münster ist die zuständige Stelle für Personen im Kammerbezirk Münster. Bitte beachten Sie, dass mit der Antragsstellung eine Gebühr erhoben wird. Lassen Sie sich vor einer Antragstellung beraten.
Die erste Beratung findet bei Ihrer Kammer vor Ort statt.
Die Organisation und Durchführung übernimmt die jeweilige Kammer, die die Validierungsverfahren für den Beruf durchführt.
Die praktische Bewertung Ihrer beruflichen Kompetenzen führt ein Feststellungstandem durch. Dieses besteht aus zwei für das Verfahren geschulte Prüfer/-innen. Grundlage für die Bewertung ist die jeweilige Ausbildungsordnung des Berufs.
Die gesamte Dauer hängt unter anderem von den individuellen Voraussetzungen, vom Umfang des Antrags und dem jeweiligen Beruf ab.
Die praktische Bewertung kann, je nach Beruf und Umfang der zu bewertenden beruflichen Handlungsfähigkeit, zwischen einem Tag und mehreren Tagen dauern.
Mit dem Zeugnis/Bescheid der Kammern erhalten Arbeitgeber eine verlässliche Bewertung der beruflichen Handlungsfähigkeit der Mitarbeitenden oder von Bewerber/-innen, die keinen Berufsabschluss haben. So können diese passgenau eingesetzt oder zielgerichtet weiterqualifiziert werden.
Nicht zuletzt bedeutet das Zeugnis bzw. der Bescheid eine besondere Wertschätzung und kann die Mitarbeiterbindung stärken: Beruflich kompetente Menschen können im Betrieb gehalten und motiviert werden, sich weiterzuentwickeln. Somit leistet das Validierungsverfahren auch einen Beitrag zur Fachkräftesicherung.
Für Menschen mit Behinderung nach §2 Absatz 1 Satz 1 SGB IX gelten zusätzliche Regelungen:
- Es kann ein Nachteilsausgleich beantragt werden, wenn sich die gesundheitliche Einschränkung auf die Kompetenzfeststellung auswirkt.
- Es kann ein Antrag auf eine Verfahrensbegleitung gestellt werden.
Wenn aufgrund von Art und Schwere der Behinderung die Feststellung der überwiegenden oder vollständigen, für die Ausübung des Referenzberufs erforderlichen beruflichen Handlungsfähigkeit nicht möglich ist, gibt es eine zusätzliche Möglichkeit:
- Es ist ein Antrag auf teilweise Vergleichbarkeit der beruflichen Handlungsfähigkeit möglich.
- Die Altersgrenze von mindestens 25 Jahren für die Antragsstellung entfällt.
- Der Bescheid über die teilweise Vergleichbarkeit kann zusätzlich auch eine überwiegende oder vollständige Vergleichbarkeit mit einer Referenzausbildungsregelung gem. §42r HwO ausweisen, sofern diese bundeseinheitlich geregelt ist.
Servicezeiten
Unsere Servicezeiten sind: Montag bis Freitag, 10 - 12 Uhr
valikom@hwk-muenster.de
Geschäftsbereich Bildung und Recht
Echelmeyerstraße 1-2
48163 Münster
Kontakt
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Kontakt
Servicezeiten
Montag - Freitag: 10 - 12 Uhr
Ausbildung statt Studium
Unter dem Motto „Kantine statt Mensa“ bieten wir Studienerfahrenen spezielle Beratungs- und Vermittlungsaktivitäten zum beruflichen Neustart im Handwerk an und bringen sie mit Betrieben zusammen.
Kinder begeistern
Wir fördern die Kooperation zwischen Handwerksbetrieben, Schulen und Kindertagesstätten, um die Handwerksberufe und Aufstiegsmöglichkeiten für Kinder und Jugendliche sowie Erziehungs- und Lehrkräfte erlebbar zu machen.
Weibliche Auszubildende
Wir motivieren Mädchen und junge Frauen zu einer Ausbildung in männerdominierten Berufen und unterstützen Handwerksunternehmen dabei, mehr Frauen für technische Aufgaben zu gewinnen.
Der bundesweit organisierte Girls’Day ist eine Chance für Betriebe, um Schülerinnen ab der 5. Klasse für ein Tagespraktikum in einem männerdominierten Arbeitsbereich des Handwerks zu gewinnen.
Wir bringen die Unternehmen und die Mädchen zu diesem Schnuppertag zusammen.
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Ausbildung zur Feinwerkmechanikerin